British Columbia Council of Teachers of German
BCCTG Jahresbericht 2010


Die Mitgliederzahl des BCCTG schwankt zwischen 30 und 35. Die meisten Mitglieder sind aus dem Lower Mainland und kommen aus allen Unterrichtsbereichen. Insgesamt ist das Angebot an  Deutsch in BC weiterhin eher rückläufig. Dies gilt besonders für den Deutschunterricht an High Schools. Angela Kleine-Büning ist zur Zeit die Repräsentantin für Deutsch in der BC Association for Teachers of Modern Languages (BCATML), dem Fachverband für Zweitsprachenlehrer an High Schools. Sie schickt von Vancouver Island den folgenden Bericht. "Die High Schools und auch die Privatschulen auf der Insel haben das Deutschprogramm eingestellt, und an der Sprachschule in Victoria sind die Zahlen für High School Schüler rückläufig. Allerdings gibt es einen Zulauf in den unteren Klassen (Vorschule und Kindergarten).


Erfreulicherweise wird Deutsch über South Island Distance Education (SIDES) angeboten. Und da ist die Nachfrage groß, da die Schüler in ganz BC erreicht werden. Momentan hat SIDES knapp unter 100 Schüler in den Klassen Intro 11, 11, und 12, wobei ca. die Hälfte davon an dem Online-Kurs teilnehmen. Das Angebot schließt die Prüfungsvorbereitung für die Sprachdiplomprüfungen mit ein. Die Prüfungen für das DSD I und DSD II werden an den Sprachschulen absolviert. Die BCATML organisiert jährlich eine eintägige Fortbildungskonferenz für ihre Mitglieder, die von den Deutschlehrern aus der gesamten Provinz gut besucht wird." An den meisten Universitäten und Colleges wird Deutsch angeboten. Die UBC erfreut sich weiterhin großer Einschreibungszahlen vor allen Dingen im Anfängerbereich. Die Situation an den einzelnen Institutionen ist sehr unterschiedlich. Insgesamt ist jedoch auch hier die Tendenz eher rückläufig, besonders für das Kursangebot nach dem zweiten Jahr.


Die Arbeit des BCCTG konzentriert sich im Wesentlichen auf drei Bereiche: die Organisation von Lehrerfortbildungsveranstaltungen, die Mitarbeit bei der Durchführung des Deutschwettbewerbs des Konsulats und die Zusammenarbeit mit der BC Heritage Language Association.


In Zusammenarbeit mit der UBC, dem Goethe-Institut Toronto und dem Multiplikatorennetzwerk des GI organisierte die BCCTG im Oktober ein Fortbildungswochenende zum Thema "Effektive Behandlung von Texten im DaFUnterricht". Die Veranstaltung wurde mit Geldern von Netzwerk Deutsch finanziert. Die finanzielle Unterstützung des Goethe-Instituts ermöglichte die Einladung des Medienexperten Marcus Sporkmann aus Deutschland. An der Veranstaltung nahmen 22 Lehrer aus allen Unterrichtsbereichen teil.


Jedes Jahr stellen Mitglieder der BCCTG die Tests für den Deutschwettbewerb des  Generalkonsulats zusammen und arbeiten bei der Bestimmung der Gewinner mit. 2010 gewann ein Schüler aus Kamloops die Deutschlandreise, die vom PAD angeboten wird. Die BC Heritage Language Association (BCHLA) führt seit mehr als 30 Jahren ein sehr erfolgreiches Schüleraustauschprogramm mit den Bundesländern Bremen und Rheinland-Pfalz durch. Die BCCTG unterstützt die BCHLA bei der Vorbereitung des Austauschs und bei der Werbung für das Programm. Allerdings macht sich auch hier der Rückgang des Deutschunterrichts an BC Schulen bemerkbar. Während in den achtziger und neunziger Jahren noch bis zu 40 Schüler an dem jährlichen Austausch teilnahmen sind es jetzt nur noch ungefähr die Hälfte.


Schließlich ist die BCCTG auch der Ansprechpartner und Organisator für besondere Goethe-Projekte wie zum Beispiel Ausstellungen oder Autorenlesungen. 2010 gab es die Fotoausstellung Ortszeit, die bei der Fortbildungsveranstaltung an der UBC vorgestellt wurde und anschließend zur Ausleihe zur Verfügung stand.


Kurz, aber besonders erfolgreich war auch der Besuch Leonhard Thomas, der im November für die Schüler an St. Georges und für erwachsene Deutschlerner an der SFU vorgelesen hat.


Für 2011 ist ebenfalls wieder eine Fortbildungsveranstaltung im Anschluss an die BCATML Konferenz im Oktober geplant. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für ein großes, interaktives Ausstellungsprojekt des Goethe-Instituts "Deutschland für Anfänger". Mehr darüber im nächsten Jahresbericht.